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Amazonen der Avantgarde. Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Ljubow Popowa, Olga Rosanowa, Warwara Stepanowa und Nadeschda Udalzowa. Ausstellung Amazonen der Avantgarde, Deutsche Guggenheim Berlin, 10. Juli - 17. Oktober 1999 ... Solomon R. Guggenheim  - Bowlt, John E. und Matthew Drutt (Eds.)
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Bowlt, John E. und Matthew Drutt (Eds.):
Amazonen der Avantgarde. Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Ljubow Popowa, Olga Rosanowa, Warwara Stepanowa und Nadeschda Udalzowa. Ausstellung Amazonen der Avantgarde, Deutsche Guggenheim Berlin, 10. Juli - 17. Oktober 1999 ... Solomon R. Guggenheim - libro usado

1999, ISBN: 3775708774

ID: OR34238554 (1078720)

Ostfildern-Ruit, Hatje, 351 S. : zahlr. Ill. Broschiert. Sehr gutes Ex. - Amazonen der Avantgarde ist ein ambitioniertes Unternehmen von eher kompaktem Umfang und weicht damit von thematisch verwandten früheren Projekten ab, in denen die interdisziplinären Aktivitäten der russischen Avantgarde anhand einer enzyklopädischen Vielzahl von Künstlern präsentiert wurden.1 Die Ausstellung dokumentiert die Evolution der modernen russischen Malerei von der Jahrhundertwende bis zu den frühen 30er Jahren am Beispiel von sechs Künstlerinnen, die im Mittelpunkt dieser Entwicklung standen: Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Ljubow Popowa, Olga Rosanowa, Warwara Stepanowa und Nadeschda Udalzowa. Trotz des eng definierten Themas war Amazonen der Avantgarde ein schwieriges Unterfangen. Planung und wissenschaftliche Recherchen nahmen fünf Jahre in Anspruch, in deren Verlauf über 70 sorgfältig ausgewählte Gemälde und Zeichnungen aus öffentlichen und privaten Sammlungen zusammengestellt wurden. Viele der Werke sind Leihgaben russischer Institutionen und waren im Westen zuletzt Anfang des 20. Jahrhunderts zu sehen. Die thematische Beschränkung geht keineswegs auf Kosten der dargestellten Kunstperiode, sondern ermöglicht im Gegenteil eine genauere und rigorosere Untersuchung ihrer vielfältigen Aspekte. Dieses Buch ist somit mehr als ein Katalog der ausgestellten Werke ? es ist eine Sammlung von interpretativen Essays und Primärdokumenten, das tief in das vorliegende Thema eindringt und es aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt. Ein bedeutender Teil der geleisteten Forschungsarbeit betrifft die Gemälde und Zeichnungen selbst. Da manche von ihnen ursprünglich ohne Datum und unter allgemeinen Namen wie «Ohne Titel» ausgestellt wurden, war ihre zeitliche Einordnung auf Mutmaßungen angewiesen. Nach extensiven Nachforschungen in russischen Archiven und mit Hilfe von Kollegen an den verschiedenen Leihgeber- Institutionen konnten mehrere wichtige Werke mit exakteren Titeln und Daten versehen werden. Einige dieser Änderungen stellen Feinkorrekturen früherer Erkenntnisse dar, während andere eine Neueinschätzung der stilistischen Entwicklung der betreffenden Künstlerin erforderlich machen. In Zweifelsfällen wurden die gegenwärtig akzeptierten Angaben beibehalten und mögliche Neubezeichnungen in eckigen Klammern hinzugefügt. Diese wichtigen dokumentarischen Daten sowie eine sorgfältige Rekonstruktion der Herkunft und Ausstellungsgeschichte jedes einzelnen Werkes wurden in wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit Ljudmila Bobrowskaja, Nina Gurianowa, Faina Balachowskaja, Alexander Lawrentjew, Tatjana Michienko und Alla Lukanowa erstellt. Der erste Teil des Buches enthält sechs Essays zu unterschiedlichen Fragen. In einigen Fällen gehen die Beiträge über den engeren Gegenstand der Ausstellung hinaus und bieten Perspektiven auf historische und andere Zusammenhänge, durch die dieses Buch zu einer substantiellen Erweiterung der in der Ausstellung angeschnittenen Themen wird. Die Frage, wie und warum eine so ungewöhnlich große Gruppe von Frauen innerhalb einer relativ kurzen Periode der Kunstgeschichte eine so bedeutende Rolle spielen konnte, bildet dabei eine Art Leitmotiv. Der einleitende Essay «Geniale Frauen» von John E. Bowlt erläutert den begrifflichen und historischen Kontext dieser Frage anhand einer Untersuchung der Kunstkritik, der künstlerischen Praxis und des Kunstmarktes im Rußland des frühen 30. Jahrhunderts. Bowlt schildert die abwechselnd ambivalente und enthusiastische Haltung, der Künstlerinnen zwischen der Jahrhundertwende und den früher 3oer Jahren in Rußland begegneten. Darüber hinaus demonstriert er, daß Frauen bereits um 1910 einen festen Platz in der russischen Kunstwelt erobert hatten und damit die Voraussetzungen für die Karrieren der jüngeren Avantgardistinnen schufen: Frauen lieferten regelmäßig Beiträge zu wichtigen Ausstellungen und Publikationen, und in vielen Fällen wurden diese Beiträge zur Grundlage für bahnbrechende Entwicklungen jener Zeit. Charlotte Douglas setzt sich in ihrem Essay mit dem privaten und beruflichen Leben der Künstlerinnen auseinander und untersucht das Wechselspiel von kollegialem Austausch und individueller Unabhängigkeit, die Stellung der Frauen in der europäischen Avantgarde und ihre Rolle innerhalb russischer Künstlerkreise. Zugleich erinnert Douglas daran, daß die Malerei nur eine Facette ihrer kreativen Arbeit ausmachte (sie traten u.a. auch als Bühnen-und Textildesignerinnen in Erscheinung), und beschäftigt sich mit der komplexen Mischung aus einheimischen Traditionen und ausländischen Einflüssen, die in ihrer Kunst und ihren Schriften zum Ausdruck kam. Laura Engelsteins Essay «Zwischen alt und neu. - Rußlands moderne Frauen» entwirft ein umfassendes Bild der sozialen, politischen und historischen Bedingungen, unter denen sich Rußlands «neue Frau» entwickeln konnte. Die Autorin führt uns auf die verschlungenen Pfade der russischen Kultur und Politik und verfolgt das Auf und Ab weiblicher Machtökonomie vom 18. bis zum frühen ?o. Jahrhundert. Dabei entsteht eine synthetische Totalansicht im Spannungsfeld zwischen hoher und niedriger Kultur, Soziologie und Kulturgeschichte, Wirtschaft und Politik, in der die Intrigen am Zarenhof ebenso untersucht werden wie Modetrends, die lange vor der revolutionären Proklamation geschlechtlicher Gleichberechtigung ein maskulineres Frauenbild reflektierten. Diese historischen Zusammenhänge eröffnen einen erweiterten Horizont, der ein tieferes Verständnis des Selbstvertrauens und der führenden Rolle der sechs Künstlerinnen in dieser Ausstellung ermöglicht. Olga Matichs Essay baut in gewisser Weise auf dieser Verständnisgrundlage auf. Die problematische Beziehung zwischen Macht und Sexualität ? die bereits im Titel der Ausstellung angedeutet ist ? bildet hier den Brennpunkt einer genauen Untersuchung der kulturellen Landschaft des russischen Fin de Siècle und der Frage der geschlechtlichen Identität. Während Matichs Essay sich vorwiegend mit Beispielen aus der Kunst, der Literatur und dem Theater des Symbolismus befaßt, entwickelt er gleichzeitig eine neue Perspektive, aus der die Werke in dieser Ausstellung betrachtet werden können. Die Idee der Selbstdarstellung ist das zentrale Thema von Nicoletta Mislers «Abendkleid und Overall: Der Körper der Avantgarde». Mislers Essay untersucht den Einfluß), den Exter, Gontscharowa, Popowa, Rosanowa, Stepanowa und Udalzowa auf Mode und Design hatten, und weist so noch einmal darauf hin, daß die Malerei nur einen Teil der avantgardistischen Kunstpraxis innerhalb einer breiteren ideologischen und künstlerischen Struktur ausmachte. Jekaterina Djogots Analyse männlicher und weiblicher Kreativität und der Rolle von Geschlecht, Anerkennung und Ausklammerung in der Moderne ist eine ebenso feinfühlige wie konsequente Diskussion der engen Partnerschaften zwischen den Künstlerinnen in dieser Ausstellung und ihren männlichen Kollegen. Djogot zeigt, wie diese Beziehungen die Künstlerinnen in ihrer Position stärkten und sie gleichzeitig bei der Behauptung ihrer Unabhängigkeit behinderten. Das Buch enthält darüber hinaus biographische Essays von führenden Experten: Georgi Kowalenko befaßt sich hier mit Exter, Jane A. Sharp mit Gontscharowa, Natalja Adaskina und Dimitri Sarabianow mit Popowa, Nina Gurianowa mit Rosanowa, Alexander Lawrentjew mit Stepanowa und Wassily Rakitin mit Udalzowa. Diese Beiträge bieten kritische Informationen und neue Erkenntnisse über spezifische Werke und geben detaillierten Aufschluß über das Leben der einzelnen Künstlerinnen. In einigen Fällen konnte die Chronologie ihrer Aktivitäten gegenüber früheren Publikationen präzisiert werden; solche Korrekturen erfolgten erst nach sorgfältiger Prüfung neu entdeckter Informationen. Die Reproduktionen, die auf die biographischen Essays folgen, sind chronologisch nach Jahren arrangiert; ihre Anordnung innerhalb eines bestimmten Jahres entspricht jedoch nicht unbedingt der exakten Reihenfolge ihrer Entstehung. Darüber hinaus wurden bestimmte Werke unter stilistischen Aspekten eingeordnet. Der abschließende Teil des Buches enthält eine Auswahl aus den Schriften der Künstlerinnen. Diese Dokumente reflektieren nicht nur ihr kritisches Denken und ihre ästhetischen Überlegungen, sondern geben auch Aufschluß über ihre persönlichen Kämpfe, Sympathien und Rivalitäten. Während einige dieser Primärquellen bereits anderwärts publiziert worden sind, wurden die meisten für dieses Buch neu aus dem Russischen übersetzt und werden hier zum ersten Mal veröffentlicht. Oberstes Ziel der Übersetzung war es, dem ursprünglichen Geist der Abhandlungen, Tagebucheintragungen und Briefe so weit als möglich treu zu bleiben. Die polemischen Schriften der Avantgarde demonstrieren deren Engagement für eine radikale Wende in der kulturellen Produktion und kommentieren das Verhältnis zwischen ihren Werken und der Kunst der Vergangenheit. Als Teil kreativer Oeuvres sind sie ebenso faszinierend, aufschlußreich und historisch bedeutsam wie die Kunstwerke selbst. (Einleitung) ISBN 3775708774 Kunstgeschichte [Russland, Künstlerinnen, Avantgarde, Kunst, Malerei, Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Ljubow Popowa, Olga Rosanowa, Warwara Stepanowa, Nadeschda Udalzowa] 1999 Wir versenden am Tag der Bestellung von Montag bis Freitag.

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Amazonen der Avantgarde. Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Ljubow Popowa, Olga Rosanowa, Warwara Stepanowa und Nadeschda Udalzowa. Ausstellung Amazonen der Avantgarde, Deutsche Guggenheim Berlin, 10. Juli - 17. Oktober 1999 ... Solomon R. Guggenheim  - Bowlt, John E. und Matthew Drutt (Eds.)
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Amazonen der Avantgarde. Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Ljubow Popowa, Olga Rosanowa, Warwara Stepanowa und Nadeschda Udalzowa. Ausstellung Amazonen der Avantgarde, Deutsche Guggenheim Berlin, 10. Juli - 17. Oktober 1999 ... Solomon R. Guggenheim - libro usado

1999, ISBN: 3775708774

ID: 1078720

351 S. : zahlr. Ill. Broschiert. Sehr gutes Ex. - Amazonen der Avantgarde ist ein ambitioniertes Unternehmen von eher kompaktem Umfang und weicht damit von thematisch verwandten früheren Projekten ab, in denen die interdisziplinären Aktivitäten der russischen Avantgarde anhand einer enzyklopädischen Vielzahl von Künstlern präsentiert wurden.1 Die Ausstellung dokumentiert die Evolution der modernen russischen Malerei von der Jahrhundertwende bis zu den frühen 30er Jahren am Beispiel von sechs Künstlerinnen, die im Mittelpunkt dieser Entwicklung standen: Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Ljubow Popowa, Olga Rosanowa, Warwara Stepanowa und Nadeschda Udalzowa. Trotz des eng definierten Themas war Amazonen der Avantgarde ein schwieriges Unterfangen. Planung und wissenschaftliche Recherchen nahmen fünf Jahre in Anspruch, in deren Verlauf über 70 sorgfältig ausgewählte Gemälde und Zeichnungen aus öffentlichen und privaten Sammlungen zusammengestellt wurden. Viele der Werke sind Leihgaben russischer Institutionen und waren im Westen zuletzt Anfang des 20. Jahrhunderts zu sehen. Die thematische Beschränkung geht keineswegs auf Kosten der dargestellten Kunstperiode, sondern ermöglicht im Gegenteil eine genauere und rigorosere Untersuchung ihrer vielfältigen Aspekte. Dieses Buch ist somit mehr als ein Katalog der ausgestellten Werke — es ist eine Sammlung von interpretativen Essays und Primärdokumenten, das tief in das vorliegende Thema eindringt und es aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt. Ein bedeutender Teil der geleisteten Forschungsarbeit betrifft die Gemälde und Zeichnungen selbst. Da manche von ihnen ursprünglich ohne Datum und unter allgemeinen Namen wie «Ohne Titel» ausgestellt wurden, war ihre zeitliche Einordnung auf Mutmaßungen angewiesen. Nach extensiven Nachforschungen in russischen Archiven und mit Hilfe von Kollegen an den verschiedenen Leihgeber- Institutionen konnten mehrere wichtige Werke mit exakteren Titeln und Daten versehen werden. Einige dieser Änderungen stellen Feinkorrekturen früherer Erkenntnisse dar, während andere eine Neueinschätzung der stilistischen Entwicklung der betreffenden Künstlerin erforderlich machen. In Zweifelsfällen wurden die gegenwärtig akzeptierten Angaben beibehalten und mögliche Neubezeichnungen in eckigen Klammern hinzugefügt. Diese wichtigen dokumentarischen Daten sowie eine sorgfältige Rekonstruktion der Herkunft und Ausstellungsgeschichte jedes einzelnen Werkes wurden in wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit Ljudmila Bobrowskaja, Nina Gurianowa, Faina Balachowskaja, Alexander Lawrentjew, Tatjana Michienko und Alla Lukanowa erstellt. Der erste Teil des Buches enthält sechs Essays zu unterschiedlichen Fragen. In einigen Fällen gehen die Beiträge über den engeren Gegenstand der Ausstellung hinaus und bieten Perspektiven auf historische und andere Zusammenhänge, durch die dieses Buch zu einer substantiellen Erweiterung der in der Ausstellung angeschnittenen Themen wird. Die Frage, wie und warum eine so ungewöhnlich große Gruppe von Frauen innerhalb einer relativ kurzen Periode der Kunstgeschichte eine so bedeutende Rolle spielen konnte, bildet dabei eine Art Leitmotiv. Der einleitende Essay «Geniale Frauen» von John E. Bowlt erläutert den begrifflichen und historischen Kontext dieser Frage anhand einer Untersuchung der Kunstkritik, der künstlerischen Praxis und des Kunstmarktes im Rußland des frühen 30. Jahrhunderts. Bowlt schildert die abwechselnd ambivalente und enthusiastische Haltung, der Künstlerinnen zwischen der Jahrhundertwende und den früher 3oer Jahren in Rußland begegneten. Darüber hinaus demonstriert er, daß Frauen bereits um 1910 einen festen Platz in der russischen Kunstwelt erobert hatten und damit die Voraussetzungen für die Karrieren der jüngeren Avantgardistinnen schufen: Frauen lieferten regelmäßig Beiträge zu wichtigen Ausstellungen und Publikationen, und in vielen Fällen wurden diese Beiträge zur Grundlage für bahnbrechende Entwicklungen jener Zeit. Charlotte Douglas setzt sich in ihrem Essay mit dem privaten und beruflichen Leben der Künstlerinnen auseinander und untersucht das Wechselspiel von kollegialem Austausch und individueller Unabhängigkeit, die Stellung der Frauen in der europäischen Avantgarde und ihre Rolle innerhalb russischer Künstlerkreise. Zugleich erinnert Douglas daran, daß die Malerei nur eine Facette ihrer kreativen Arbeit ausmachte (sie traten u.a. auch als Bühnen-und Textildesignerinnen in Erscheinung), und beschäftigt sich mit der komplexen Mischung aus einheimischen Traditionen und ausländischen Einflüssen, die in ihrer Kunst und ihren Schriften zum Ausdruck kam. Laura Engelsteins Essay «Zwischen alt und neu. - Rußlands moderne Frauen» entwirft ein umfassendes Bild der sozialen, politischen und historischen Bedingungen, unter denen sich Rußlands «neue Frau» entwickeln konnte. Die Autorin führt uns auf die verschlungenen Pfade der russischen Kultur und Politik und verfolgt das Auf und Ab weiblicher Machtökonomie vom 18. bis zum frühen ?o. Jahrhundert. Dabei entsteht eine synthetische Totalansicht im Spannungsfeld zwischen hoher und niedriger Kultur, Soziologie und Kulturgeschichte, Wirtschaft und Politik, in der die Intrigen am Zarenhof ebenso untersucht werden wie Modetrends, die lange vor der revolutionären Proklamation geschlechtlicher Gleichberechtigung ein maskulineres Frauenbild reflektierten. Diese historischen Zusammenhänge eröffnen einen erweiterten Horizont, der ein tieferes Verständnis des Selbstvertrauens und der führenden Rolle der sechs Künstlerinnen in dieser Ausstellung ermöglicht. Olga Matichs Essay baut in gewisser Weise auf dieser Verständnisgrundlage auf. Die problematische Beziehung zwischen Macht und Sexualität — die bereits im Titel der Ausstellung angedeutet ist — bildet hier den Brennpunkt einer genauen Untersuchung der kulturellen Landschaft des russischen Fin de Siècle und der Frage der geschlechtlichen Identität. Während Matichs Essay sich vorwiegend mit Beispielen aus der Kunst, der Literatur und dem Theater des Symbolismus befaßt, entwickelt er gleichzeitig eine neue Perspektive, aus der die Werke in dieser Ausstellung betrachtet werden können. Die Idee der Selbstdarstellung ist das zentrale Thema von Nicoletta Mislers «Abendkleid und Overall: Der Körper der Avantgarde». Mislers Essay untersucht den Einfluß), den Exter, Gontscharowa, Popowa, Rosanowa, Stepanowa und Udalzowa auf Mode und Design hatten, und weist so noch einmal darauf hin, daß die Malerei nur einen Teil der avantgardistischen Kunstpraxis innerhalb einer breiteren ideologischen und künstlerischen Struktur ausmachte. Jekaterina Djogots Analyse männlicher und weiblicher Kreativität und der Rolle von Geschlecht, Anerkennung und Ausklammerung in der Moderne ist eine ebenso feinfühlige wie konsequente Diskussion der engen Partnerschaften zwischen den Künstlerinnen in dieser Ausstellung und ihren männlichen Kollegen. Djogot zeigt, wie diese Beziehungen die Künstlerinnen in ihrer Position stärkten und sie gleichzeitig bei der Behauptung ihrer Unabhängigkeit behinderten. Das Buch enthält darüber hinaus biographische Essays von führenden Experten: Georgi Kowalenko befaßt sich hier mit Exter, Jane A. Sharp mit Gontscharowa, Natalja Adaskina und Dimitri Sarabianow mit Popowa, Nina Gurianowa mit Rosanowa, Alexander Lawrentjew mit Stepanowa und Wassily Rakitin mit Udalzowa. Diese Beiträge bieten kritische Informationen und neue Erkenntnisse über spezifische Werke und geben detaillierten Aufschluß über das Leben der einzelnen Künstlerinnen. In einigen Fällen konnte die Chronologie ihrer Aktivitäten gegenüber früheren Publikationen präzisiert werden; solche Korrekturen erfolgten erst nach sorgfältiger Prüfung neu entdeckter Informationen. Die Reproduktionen, die auf die biographischen Essays folgen, sind chronologisch nach Jahren arrangiert; ihre Anordnung innerhalb eines bestimmten Jahres entspricht jedoch nicht unbedingt der exakten Reihenfolge ihrer Entstehung. Darüber hinaus wurden bestimmte Werke unter stilistischen Aspekten eingeordnet. Der abschließende Teil des Buches enthält eine Auswahl aus den Schriften der Künstlerinnen. Diese Dokumente reflektieren nicht nur ihr kritisches Denken und ihre ästhetischen Überlegungen, sondern geben auch Aufschluß über ihre persönlichen Kämpfe, Sympathien und Rivalitäten. Während einige dieser Primärquellen bereits anderwärts publiziert worden sind, wurden die meisten für dieses Buch neu aus dem Russischen übersetzt und werden hier zum ersten Mal veröffentlicht. Oberstes Ziel der Übersetzung war es, dem ursprünglichen Geist der Abhandlungen, Tagebucheintragungen und Briefe so weit als möglich treu zu bleiben. Die polemischen Schriften der Avantgarde demonstrieren deren Engagement für eine radikale Wende in der kulturellen Produktion und kommentieren das Verhältnis zwischen ihren Werken und der Kunst der Vergangenheit. Als Teil kreativer Oeuvres sind sie ebenso faszinierend, aufschlußreich und historisch bedeutsam wie die Kunstwerke selbst. (Einleitung) ISBN 3775708774 Versand D: 5,50 EUR Russland, Künstlerinnen, Avantgarde, Kunst, Malerei, Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Ljubow Popowa, Olga Rosanowa, Warwara Stepanowa, Nadeschda Udalzowa, [PU:Ostfildern-Ruit : Hatje,]

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Amazonen der Avantgarde. Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Ljubow Popowa, Olga Rosanowa, Warwara Stepanowa und Nadeschda Udalzowa. Ausstellung Amazonen der Avantgarde, Deutsche Guggenheim Berlin, 10. Juli - 17. Oktober 1999 . Solomon R. Guggenheim Mu - Bowlt, John E. und Matthew Drutt (Eds.)
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Amazonen der Avantgarde. Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Ljubow Popowa, Olga Rosanowa, Warwara Stepanowa und Nadeschda Udalzowa. Ausstellung Amazonen der Avantgarde, Deutsche Guggenheim Berlin, 10. Juli - 17. Oktober 1999 . Solomon R. Guggenheim Mu - Pasta blanda

1999, ISBN: 3775708774

ID: 22562551954

[EAN: 9783775708777], Gebraucht, guter Zustand, [PU: Ostfildern-Ruit : Hatje,], RUSSLAND, KÜNSTLERINNEN, AVANTGARDE, KUNST, MALEREI, ALEXANDRA EXTER, NATALJA GONTSCHAROWA, LJUBOW POPOWA, OLGA ROSANOWA, WARWARA STEPANOWA, NADESCHDA UDALZOWA, 351 S. : zahlr. Ill. Sehr gutes Ex. - Amazonen der Avantgarde ist ein ambitioniertes Unternehmen von eher kompaktem Umfang und weicht damit von thematisch verwandten früheren Projekten ab, in denen die interdisziplinären Aktivitäten der russischen Avantgarde anhand einer enzyklopädischen Vielzahl von Künstlern präsentiert wurden.1 Die Ausstellung dokumentiert die Evolution der modernen russischen Malerei von der Jahrhundertwende bis zu den frühen 30er Jahren am Beispiel von sechs Künstlerinnen, die im Mittelpunkt dieser Entwicklung standen: Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Ljubow Popowa, Olga Rosanowa, Warwara Stepanowa und Nadeschda Udalzowa. Trotz des eng definierten Themas war Amazonen der Avantgarde ein schwieriges Unterfangen. Planung und wissenschaftliche Recherchen nahmen fünf Jahre in Anspruch, in deren Verlauf über 70 sorgfältig ausgewählte Gemälde und Zeichnungen aus öffentlichen und privaten Sammlungen zusammengestellt wurden. Viele der Werke sind Leihgaben russischer Institutionen und waren im Westen zuletzt Anfang des 20. Jahrhunderts zu sehen. Die thematische Beschränkung geht keineswegs auf Kosten der dargestellten Kunstperiode, sondern ermöglicht im Gegenteil eine genauere und rigorosere Untersuchung ihrer vielfältigen Aspekte. Dieses Buch ist somit mehr als ein Katalog der ausgestellten Werke — es ist eine Sammlung von interpretativen Essays und Primärdokumenten, das tief in das vorliegende Thema eindringt und es aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt. Ein bedeutender Teil der geleisteten Forschungsarbeit betrifft die Gemälde und Zeichnungen selbst. Da manche von ihnen ursprünglich ohne Datum und unter allgemeinen Namen wie «Ohne Titel» ausgestellt wurden, war ihre zeitliche Einordnung auf Mutmaßungen angewiesen. Nach extensiven Nachforschungen in russischen Archiven und mit Hilfe von Kollegen an den verschiedenen Leihgeber- Institutionen konnten mehrere wichtige Werke mit exakteren Titeln und Daten versehen werden. Einige dieser Änderungen stellen Feinkorrekturen früherer Erkenntnisse dar, während andere eine Neueinschätzung der stilistischen Entwicklung der betreffenden Künstlerin erforderlich machen. In Zweifelsfällen wurden die gegenwärtig akzeptierten Angaben beibehalten und mögliche Neubezeichnungen in eckigen Klammern hinzugefügt. Diese wichtigen dokumentarischen Daten sowie eine sorgfältige Rekonstruktion der Herkunft und Ausstellungsgeschichte jedes einzelnen Werkes wurden in wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit Ljudmila Bobrowskaja, Nina Gurianowa, Faina Balachowskaja, Alexander Lawrentjew, Tatjana Michienko und Alla Lukanowa erstellt. Der erste Teil des Buches enthält sechs Essays zu unterschiedlichen Fragen. In einigen Fällen gehen die Beiträge über den engeren Gegenstand der Ausstellung hinaus und bieten Perspektiven auf historische und andere Zusammenhänge, durch die dieses Buch zu einer substantiellen Erweiterung der in der Ausstellung angeschnittenen Themen wird. Die Frage, wie und warum eine so ungewöhnlich große Gruppe von Frauen innerhalb einer relativ kurzen Periode der Kunstgeschichte eine so bedeutende Rolle spielen konnte, bildet dabei eine Art Leitmotiv. Der einleitende Essay «Geniale Frauen» von John E. Bowlt erläutert den begrifflichen und historischen Kontext dieser Frage anhand einer Untersuchung der Kunstkritik, der künstlerischen Praxis und des Kunstmarktes im Rußland des frühen 30. Jahrhunderts. Bowlt schildert die abwechselnd ambivalente und enthusiastische Haltung, der Künstlerinnen zwischen der Jahrhundertwende und den früher 3oer Jahren in Rußland begegneten. Darüber hinaus demonstriert er, daß Frauen bereits um 1910 einen festen Platz in der russischen Kunstwelt erobert hatten und damit die Voraussetzungen für die Karrieren der jüngeren Avantgardistinnen schufen: Frauen lieferten regelmäßig Beiträge zu wichtigen Ausstellungen und Publikationen, und in vielen Fällen wurden diese Beiträge zur Grundlage für bahnbrechende Entwicklungen jener Zeit. Charlotte Douglas

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ISBN: 3775708774

[SR: 846439], Taschenbuch, [EAN: 9783775708777], Hatje Cantz Verlag, Hatje Cantz Verlag, Book, [PU: Hatje Cantz Verlag], Hatje Cantz Verlag, 555344, Malerei & Skulptur, 548400, Film, Kunst & Kultur, 541686, Kategorien, 186606, Bücher, 555338, Einzelne Museen im deutschsprachigen Raum, 555336, Museum, 548400, Film, Kunst & Kultur, 541686, Kategorien, 186606, Bücher

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ISBN: 3775708774

[SR: 879711], Taschenbuch, [EAN: 9783775708777], Hatje Cantz Verlag, Hatje Cantz Verlag, Book, [PU: Hatje Cantz Verlag], Hatje Cantz Verlag, 555344, Malerei & Skulptur, 548400, Film, Kunst & Kultur, 541686, Kategorien, 186606, Bücher, 555338, Einzelne Museen im deutschsprachigen Raum, 555336, Museum, 548400, Film, Kunst & Kultur, 541686, Kategorien, 186606, Bücher

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